Trocken bleibenBasisschicht
direkt auf der Haut
- Material
- Merino oder Kunstfaser
- Teile
- Shirt und lange Unterhose
- Nie
- Baumwolle
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Ratgeber · Kleidung
Beim Warten auf Polarlichter stehst du lange still in der Kälte. Mit der richtigen Kleidung in mehreren Schichten bleibt der Abend ein Genuss statt einer Mutprobe.
Redaktion rovaniemipolarlichter.deAktualisiert am 3. Oktober 20266 Min. Lesezeit5 Quellen
Kurz gesagt
Beim Skifahren oder Wandern hält dich die Bewegung warm. Beim Warten auf Polarlichter ist es umgekehrt: Du stehst still, schaust nach oben und gibst über lange Zeit Wärme an die Luft ab. Dazu kommt die Uhrzeit. Das beste Fenster liegt in Finnland meist zwischen neun Uhr abends und zwei Uhr nachts, also mitten in der kalten Polarnacht.3
Wie kalt es wird, zeigen die Zahlen. Im Winter liegen die Durchschnittstemperaturen in Rovaniemi zwischen minus 10 und minus 20 Grad.1 An der Wetterstation Rovaniemi Apukka liegt die mittlere Tiefsttemperatur im Januar bei minus 17 Grad und im Februar bei minus 17,2 Grad.44 Einzelne Nächte können deutlich kälter sein als dieser langjährige Durchschnitt.
Die gute Nachricht: Gegen diese Kälte hilft keine teure Spezialausrüstung, sondern das richtige System. Visit Rovaniemi rät, sich an den frostigen Tagen mit mehreren Schichten Winterkleidung warm zu halten.2 Zwischen den Schichten bleibt Luft, die isoliert, und du kannst eine Lage öffnen, sobald du im warmen Fahrzeug sitzt, und sie wieder schließen, wenn es hinausgeht.
Anziehen
Im Hotel
Merinowolle oder Funktionswäsche auf die Haut, dazu dicke Wollsocken.
Vor dem Losgehen
Fleece oder Wollpullover, offen tragen, solange du noch drinnen bist.
An der Tür
Jacke, Schneehose, Mütze und Schal; Visit Rovaniemi rät zu mehreren Schichten.2
Draußen
Dünne Handschuhe zum Bedienen, dicke Fäustlinge zum Warten.
Spät am Abend
In Finnland zeigt sich das Polarlicht meist zwischen neun Uhr abends und zwei Uhr nachts.3
Die unterste Schicht entscheidet über den ganzen Abend. Sie soll Feuchtigkeit von der Haut wegleiten, damit du nicht im eigenen Schweiß auskühlst. Gut eignet sich Merinowolle, und auch Funktionswäsche aus Kunstfaser funktioniert. Baumwolle ist tabu: Sie saugt sich voll, trocknet in der Kälte nicht und zieht dir die Wärme aus dem Körper, sobald du stillstehst.
Trag ein langes Oberteil und eine lange Unterhose, beides eng anliegend. Wer schnell friert, kombiniert eine dünne und eine dickere Lage Wolle. An den Füßen gilt dasselbe: Wollsocken statt Baumwollsocken, und lieber ein gutes, dickes Paar als mehrere übereinander, die den Fuß im Schuh einengen und die Durchblutung bremsen.
Zieh die Basisschicht schon im Hotel an und nicht erst kurz vor dem Losgehen. So beginnst du den Abend trocken und warm. Im Fahrzeug öffnest du die äußeren Lagen, damit du nicht ins Schwitzen kommst, und schließt sie erst wieder, wenn es nach draußen geht. Feuchte Kleidung ist bei Frost der schnellste Weg zu einem kalten, ungemütlichen Abend.
Klima
Monat für Monat
| Monat | Tageshöchst | Nachttiefst | Was du brauchst |
|---|---|---|---|
| Oktober | 3,7 °C | -2,1 °C | Warme Jacke, Mütze, Handschuhe |
| November | -1,7 °C | -7,8 °C | Volle Winterkleidung |
| Dezember | -4,9 °C | -13,2 °C | Winterkleidung und Wärmepads |
| Januar | -7,4 °C | -17 °C | Alle Schichten, Sturmhaube |
| Februar | -7 °C | -17,2 °C | Alle Schichten, Sturmhaube |
| März | -1,1 °C | -12,9 °C | Winterkleidung, Sonnenbrille am Tag |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte an der NOAA-Station Rovaniemi Apukka, 1991 bis 2020.444444
Das Schichtsystem
Trocken bleibendirekt auf der Haut
IsolierenWärme speichern
SchützenWind und Schnee abhalten
Entscheidungshilfe
Wann und wie bist du unterwegs?
Die mittlere Tiefsttemperatur liegt im Oktober bei minus 2,1 Grad.4
Zusätzliche Wärme an Händen und Füßen und keine Lücke zwischen Jacke und Hose.
Dünne Handschuhe zum Bedienen der Kamera, dicke Fäustlinge für die Pausen.
Ein Overall ersetzt die Außenschicht; Basis- und Mittelschicht nimmst du selbst mit.
Das Wetter in Rovaniemi ist kalt und klar! Halte dich an diesen frostigen Tagen warm, indem du mehrere Schichten Winterkleidung trägst.
Über die Basisschicht kommt die Isolation. Ein dicker Wollpullover, eine Fleecejacke oder eine leichte Daunenjacke halten die Körperwärme fest. Entscheidend ist nicht das Material allein, sondern die Luft, die zwischen den Fasern eingeschlossen ist. Mehrere dünnere Lagen wärmen deshalb oft besser als eine einzige sehr dicke, und sie lassen sich einzeln an- und ausziehen.
Für die Beine reicht meist eine Fleecehose oder eine weitere Lage Wollunterwäsche unter der Schneehose. Achte darauf, dass nichts einschnürt, besonders an Bund und Knöcheln. Kälte merkst du zuerst dort, wo das Blut nicht mehr frei fließt, also an Zehen und Fingern, und genau dort entscheidet sich, wie lange du draußen bleiben willst.
Die Mittelschicht ist die Lage, die du am häufigsten anpasst. Im Fahrzeug oder in einer warmen Hütte öffnest du sie, draußen schließt du sie bis oben. Ein Reißverschluss bis zum Kinn ist dabei mehr wert als jede zusätzliche Tasche. Ein Kragen, der den Hals bedeckt, spart dir oft den Schal, wenn der Wind einmal nachlässt.
Packliste
Video
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Ganz außen brauchst du Schutz vor Wind und Schnee. Eine gefütterte Winterjacke, die über die Hüfte reicht, und eine Schneehose mit hohem Bund sind ideal. Wind ist bei stehender Kälte besonders unangenehm, denn er trägt die warme Luft aus deinen Schichten fort. Eine winddichte Hülle verstärkt spürbar die Wirkung der Lagen darunter.
Wenn du keine eigene Winterausrüstung hast, frag vor der Reise bei deiner Unterkunft oder deinem Tourveranstalter nach Leihkleidung. Auf der Buchungsseite einer Tour steht, ob Winterkleidung dabei ist. Bei der Polarlichter-Tour dieser Seite nennt das Angebot keine Winterkleidung. Plane deine Ausrüstung also selbst ein, bevor du in den Flieger steigst.
Ein Overall aus einem Stück hält besonders warm, weil zwischen Jacke und Hose keine Lücke entsteht. Wer ihn leiht, trägt darunter trotzdem Basis- und Mittelschicht. Er ersetzt die Außenschicht, nicht das ganze System. Achte darauf, dass er groß genug ist, damit die Lagen darunter nicht zusammengedrückt werden und ihre Luftpolster behalten.
Kalte Füße beenden einen Polarlichtabend schneller als alles andere. Du brauchst Winterstiefel mit dicker Sohle, die noch etwas Platz für Wollsocken lassen. Zu enge Schuhe sind ein typischer Fehler, denn sie drücken das Blut aus den Zehen. Einlegesohlen aus Filz oder Wärmepads im Schuh helfen zusätzlich, wenn du lange auf Schnee oder Eis stehst.
Für die Hände gilt das Prinzip Fäustling über Handschuh. Dünne Fingerhandschuhe lassen dich Handy oder Kamera bedienen, darüber kommen dicke Fäustlinge, die du für die Wartezeit wieder überziehst. In den Fäustlingen bleiben die Finger zusammen und wärmen sich gegenseitig. Ein Paar Wärmepads in der Jackentasche ist eine günstige Reserve für besonders kalte Nächte.
Ohne Mütze kühlt der Kopf schnell aus, deshalb gehört eine Mütze, die die Ohren bedeckt, immer dazu. Ein Schal oder Schlauchschal schützt Hals und Gesicht vor Wind. Bei sehr tiefen Temperaturen ist eine Sturmhaube angenehm, die nur die Augen frei lässt. Vergiss die Stirnlampe nicht, idealerweise mit Rotlicht, das deine Augen nicht blendet.
Ein typischer Fehler ist zu viel Kleidung in der falschen Reihenfolge. Wer über einer Baumwollschicht mehrere Pullover trägt, schwitzt im Fahrzeug und friert danach draußen umso mehr. Besser ist eine trockene Basis, eine gezielte Mittelschicht und eine winddichte Hülle. Öffne die Lagen, wenn dir warm wird, statt sie erst durchzuschwitzen und dann auszukühlen.
Ein weiterer Fehler betrifft die Füße. Neue, nicht eingelaufene Stiefel drücken, und drückende Schuhe frieren schneller. Probier die Stiefel vor der Reise mit den Wollsocken an, die du in Lappland tragen willst. Bleibt vorne kein Spielraum für die Zehen, nimm eine Nummer größer. Kalte Zehen lassen sich draußen kaum wieder aufwärmen, warme Füße dagegen halten dich lange draußen.
Und schließlich wird die Kälte im Gesicht oft unterschätzt. Wind auf der Haut fühlt sich bei Frost deutlich kälter an als die gemessene Temperatur. Ein Schlauchschal, den du über Nase und Kinn ziehen kannst, und eine fetthaltige Creme für Lippen und Wangen schützen dich. So kannst du entspannt nach oben schauen, ohne nach kurzer Zeit wieder ins Fahrzeug flüchten zu müssen.
Für eine Polarlichtreise im Winter packst du nach dem Zwiebelprinzip: ausreichend Basisschichten zum Wechseln, eine warme Mittelschicht, Jacke, Schneehose, Stiefel und das Zubehör für Hände und Kopf. Rovaniemi liegt am Polarkreis, und die Winterkälte spürst du dort vom Moment der Ankunft an.5 Stiefel und Jacke trägst du am besten schon auf der Anreise.
Wenn dir vor Ort etwas fehlt, ergänze Kleinigkeiten wie Wollsocken, Handschuhe oder Wärmepads gleich am ersten Tag. Für die komplette Ausrüstung lohnt sich aber die Vorbereitung zuhause, denn dort hast du Zeit, alles anzuprobieren und auf die Passform zu achten. Plane also das Grundsystem vor der Reise und ergänze nur, was du nach dem ersten Abend wirklich vermisst.
Und schließlich: Kleidung ist nicht alles. Heißer Tee aus der Thermoskanne, ein Snack und kleine Bewegungen zwischendurch halten dich zusätzlich warm. Wer friert, sagt es dem Guide früh, statt still durchzuhalten. Ein paar Minuten im warmen Fahrzeug retten oft den ganzen Abend, und die Polarlichter zeigen sich mit etwas Glück trotzdem noch.
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Mehrere Schichten Winterkleidung. Visit Rovaniemi rät zu Schichten: auf die Haut Wolle, darüber Fleece, außen eine winddichte Jacke und Schneehose.2
Im Mittel minus 10 bis minus 20 Grad. Das sind Durchschnittswerte für den Winter laut Visit Finland; einzelne Nächte können kälter sein.1
Nur mit Schichten darunter. Ohne Basis- und Mittelschicht kühlst du in einer einfachen Jacke beim langen Stehen schnell aus.
Gefütterte Winterstiefel. Mit dicker Sohle und Platz für Wollsocken; zu enge Schuhe lassen die Zehen schneller frieren.
Nein. Baumwolle saugt Feuchtigkeit auf und trocknet nicht, besser sind Merinowolle oder Funktionswäsche.
Das nennt das Angebot nicht. Plane deine eigene Kleidung ein oder frag vor der Buchung nach; die Tour dauert acht Stunden.
Fäustling über Handschuh. Dünne Fingerhandschuhe zum Bedienen, darüber dicke Fäustlinge für die Wartezeit.
Quellen
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